azubi@FLY: Auf nach Malta zum Auslandspraktikum

Ein Bericht unseres angehenden Fachinformatikers für Anwendungsentwicklung Marvin Baudach

Von IT-Unternehmen und Unterkunft

Zusammen mit einem Klassenkameraden bin ich nicht nur in derselben Firma, sondern auch Unterkunft gelandet: einem Wohnblock mit zwölf WGs je sechs Bewohner. Ich haben meinen WG-Alltag gemeinsam mit 20-jährigen Studenten aus Rumänien bestritten.

Im ersten Praktikumsunternehmen konnten wir aus arbeitsrechtlichen Gründen leider nicht bleiben. Uns machte das wenig. Während die Agentur einen neuen „Arbeitgeber“ suchte, paukten wir Englisch, waren bei verschiedenen Vorstellungsgesprächen und freuten uns, als ein neues Partnerunternehmen gefunden war. Eine Firma, die IT-Seminare für Senioren und Schüler anbietet. Hier lernen Kinder beispielsweise Mods zu Minecraft zu coden oder Labyrinthe mit Blockly – einem visuellen Code-Editor, der Sprachelemente in Blockform verbindet – zu lösen.

Galeriebild 755x500px Erasmus Malta 2017 02Eine App für Marty

Meine Aufgabe war es, eine App für den Lernroboter Marty (ein crowdfinanziertes Projekt aus England) zu schreiben. Marty ist voll programmierbar, kann seine Gliedmaßen und Augen bewegen, tanzen, Geräusche machen oder sogar Fußball mit Tischtennisbällen spielen. Ich wollte im Praktikum etwas Neues lernen und habe mich deshalb bei der Umsetzung auf die Programmiersprache Python gestürzt, mit der man plattformübergreifende Apps schreiben kann.

Da in der Firma wenig Platz war, verlagerte ich meinen Arbeitsplatz in die WG-Küche und tüftelte von dort aus mit dem Laptop am Projekt. Mit Erfolg: Entstanden ist eine Android-App auf Basis der Python-Bibliothek Kivy, welche den Roboter laufen, tanzen, seine Mimik verziehen und Geräusche abspielen lassen kann.

Die App hat das Unternehmen so überzeugt, dass sie diese gleich an den Roboter-Hersteller Robotical weitergeleitet haben. Noch heute stehe ich mit Robotical in Kontakt und lerne so jede Menge neues IT-Wissen hinzu – fernab meiner Ausbildung.

Für die Freizeit blieb bei aller Programmierung noch jede Menge Zeit. Das Sommerwetter war fantastisch und so konnte ich oft nach interessanten Wracks und Höhlen tauchen. War ich mal nicht tauchen, habe ich mit anderen Studenten die Insel erkundet und viel Sport gemacht.

 

 

 

 

 

 

 

 

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