MainXchange 2018 Digitalisierung Made by FLYERALARM

Vor zwei Wochen fand die 1. Würzburger Web Week - eine Dachveranstaltung, die alle gesellschaftlichen Gruppen in Mainfranken zusammenbringt – statt. Das Veranstaltungsprogramm drehte sich rund um das Thema Digitalisierung. Jeder konnte eine Veranstaltung anbieten und so das Programm aktiv mitgestalten. FLYERALARM hat sich hierbei nicht zweimal bitten lassen und das Tagesevent MainXchange aus der Taufe gehoben.

Am Mittwoch, den 7. März, trafen im Vogel Convention Center Würzburg Vordenker digitaler Neuerungen und Kreativschaffende aufeinander und tauschten sich zu insgesamt 20 Vorträgen aus. Das Programm war nicht auf den Managementbereich ausgerichtet, sondern auf Mitarbeiter, die sich täglich den digitalen Herausforderungen stellen und mit eigenen Ideen mitgestalten möchten. Wie Unternehmer, Agenturen und Selbstständige von den kommenden Entwicklungen profitieren und Berufseinsteiger sowie Business-Professionals sich aktiv am digitalen Wandel beteiligen können, all diese Fragestellungen waren Teil der Veranstaltung, die in lockerer Atmosphäre einlud, die Welt von morgen neu zu erschaffen. Ein besonderes Highlight war das anschließende After-Show-Networkmeeting, wo die Digitalpioniere gezielt Kontakte knüpfen konnten.

Rückblick:
Um 11:00 Uhr ist offizieller Beginn, bereits eine halbe Stunde vorher betreten die Ersten den Raum, kurz danach sind ca. 150 der angemeldeten 170 Personen erschienen. Das Foyer ist voll, alle technologiewütigen Franken vereint. Nur ein Event der gesamten Würzburger Web Week konnte mehr Menschen locken. Es fällt auf, dass das Publikum jung ist, natürlich gibt es auch ein paar Ausreißer nach oben. Die Atmosphäre ist von Anfang an sehr familiär. Die Geräuschkulisse ist geprägt von Gesprächen und dezenter House-Musik, die aus den Boxen ertönt.

Aus dem Nichts wird die Musik ersetzt durch den dumpfen Sound eines Mikrofontests. Schlagartig ist es ruhig und Verena Ruff ergreift das Wort. In ihrer Rede wird schnell klar, was sie sich heute vom Publikum erhofft: Interaktion, immer wieder stellt sie Fragen. Das Schlusswort ist eine Punktlandung, wie vorgesehen beginnen um 12 Uhr die ersten Vorträge. Die Tracks sind E-Commerce, Software Engineering und Business 4.0 und DevOps, jeder hat einen eigenen Moderator, der durch den Tag geleitet. Wer es zeitlich nicht einrichten konnte, hat trotzdem die Möglichkeit einen Eindruck zu bekommen, denn dank des vorhandenen WLANs wird fleißig getwittert (@mainXchange) – so viel zur Digitalisierung. Auffällig sind der Elan der Redner und die dadurch entstehende rege Beteiligung der Zuhörer. Kommt am Ende der Satz: „noch irgendwelche Fragen?“, schaut in der Regel jeder auf den Boden. Nicht hier, nicht heute, meistens schnellen ein paar Arme in die Höhe und wenn mal nicht ganz so fix, dann sorgen die Moderatoren mit gezielten Fragen für eine aufkommende Diskussion.

Am Ende eines Vortrages kann man mit einem ausgeklügelten System die Darbietung evaluieren. Chips in den Farben Rot, Gelb und Grün fungieren als Grundpfeiler dieses Systems. Kontrolliert man die Chips auf Fingerabdrücke, dann würde man feststellen, dass Rot und Gelb so gut wie nie angefasst wurde. Auch die Redner waren sehr zufrieden. Robert Bauer von Listen Consulting z. B.: „Gute Location, gute Organisation und ein interaktives, junges Publikum.“, ähnlich sieht das Wolfgang Knaus von Kaufland, dessen „Erwartungen übertroffen“ wurden.   

Sechs Stunden sitzen, zuhören und reden – die gute Laune hält. Das merkt man deutlich auf der After-Show-Party. Das Licht ist etwas gedimmt, das Magenta der Decke kommt noch mehr zum Vorschein. Die Rezeption ist einer Bar gewichen und die Kühlschränke, die vorher nur Softdrinks und Wasser enthielte, sind mit Bier ergänzt worden. Bei Gnocchi-Gemüsesalat mit Parmesansoße und Gin Tonic wird angeregt über das Gehörte und Gesehene unterhalten. Jeder mit Jedem, ein interdisziplinärer Austausch - Networking par excellence. Auffällig ist das breite Grinsen auf dem Gesicht von Initiator Michel Hartmann, der Stolz auf das ist, was er und sein Team, in knapp drei Monaten, hochgezogen haben, und das völlig zurecht.

Fazit:
Unterm Strich ist festzuhalten, dass die erste MainXchange ein voller Erfolg gewesen ist und es hoffentlich der Auftakt einer neuen Serie war. Wenn man ehrlich ist, dann wäre alles andere eine Farce ;)

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